Komm wir fangen etwas neues an
Moin, ich habe den Schritt gewagt und habe mich von Wordpress verabschiedet und bin zu dem Content Management Systems (CMS) Hugo übergelaufen. Warum ich das gemacht habe, hat mehrere Gründe.
Ich kann Posts direkt am Laptop als sog. Markdown Datei in einem x-Beliebigen Texteditor verfassen. Ich bin also nicht darauf angewiesen, mich auf dem Dashboard von Wordpress anzumelden um dann im Browser den Beitrag zu schreiben. Da ich gerne von Unterwegs schreibe ist also auch nicht zwingend ein Internetzugang notwendig
Ich habe den kompletten Blog mit Git unter Versionskontrolle. Alle Änderungen können also direkt gesehen und ggf. mit einem klick zurückgenommen werden.
Ich hab die Schnauze voll von Wordpress. Mein Blog ist ja relativ simple gestrickt und so waren auch nicht viele Plugins notwendig. Dennoch ständig diese Aufmerksamkeitshascherei, komm schau mal hier und willst du nicht auf Premum wechseln? Kostet auch nur 100€ im Jahr, bla, bla…. Ne, sowas regt mich auf ^^.
Zudem find ich es etwas übertrieben, für ein kleines Blog eine MySQL Datenbank betreiben zu müssen.
Warum Hugo?
Das kann ich gleich als erstes beantworten: weil es für mich am besten passt!
Letztes Jahr um die Weihnachtszeit hab ich mich mit verschiedenen CMS auseinander gesetzt. Fürs erste habe ich mich allerdings dagegen entschieden. Bis ich dann vor ein Paar Monaten auf Publii gestoßen bin. Publii wird auf dem PC installiert und hat dann eine Grafische Benutzeroberfläche, wo alles relativ entspannt eingestellt werden kann. Mit ein paar wenigen Einstellungen ist es dann auch möglich, die erstelle Website direkt auf den Server hochzuladen. Dort landen dann die statischen HTML Dateien. Ich hatte ohne größere Einarbeitungszeit innerhalb von ein paar Minuten eine Homepage gebaut und hochgeladen.
Das hatte mich erstmal beeindruckt. Also beschäftigte ich mich weiter damit und hab angefangen ein vorgefertigtes Theme an meine Vorstellungen anzupassen. Doch als ich versucht habe das Programm (also das auf meinem Laptop installiert ist) so anzupassen, dass es meinen Vorstellungen entspricht, war ich schonwieder etwas genervz ^^.
Da ich vom Pixelroiber weiß, dass er Hugo verwendet und er damit einen schönen Blog damit betreibt, hab ich mir dieses CMS doch nochmal genauer angeschaut.
Ja Hugo ist mächtig und ich musste mir erst mal einiges aneigen/durchlesen/ausprobieren bevor ich damit loslegen konnte. Wobei ich sagen muss, dass der Quick Start Guide gut gemacht ist und einen sanften Einstieg bringt. Bei allem danach hatte ich eine steile Lernkurve 😂
Wo nun für mich der Vorteil darin ist: ich habe meine Feste Ordnerstruktur im Home-Verzeichnis und ich möchte den “Hugo-Workspace” neben meinen anderen Projekten haben. Dazu kommt, dass ich gerne mit Bash-Skripten arbeite und mir so für alle Anwendungsfälle, unkompliziert ein passendes Skript schreiben kann.
Aber gut, es kam der Moment und den hätte ich vielleicht etwas früher machen sollen, als ich mir Gedanken dazu gemacht habe, wie ich denn meine beiden Blogs von Wordpress zu Hugo migriere. Es gibt ein relativ simples Tool dafür und das nennt sich wp2hugo.
Hierfür wird als erstes im Dashboard von der Wordpress-Seite eine export-XML Datei erstellt und heruntergeladen. Diese XML-Datei, kann dann wp2hugo übergeben werden und das Programm erstellt daraus ein Hugo-Projekt.
Hätte ich das früher gemacht, wäre mir deutlich schneller aufgefallen, wie die Arbeitsweise von Hugo ist. Aber gut, nichts war umsonst und nun kenne ich die wichtigsten Mechanismen.
Die nächste Herausforderung
Kommentare! Mir sind Kommentare wichtig und ich freu mich immer darüber. Aber Kommentare sind dynamischer Inhalt und hierfür ist dann doch wieder eine Datenbank erforderlich. Hugo bietet hier von Haus eine Funktion eine Kommentarfunktion mithilfe von Disqus zu implementieren, aber das ist dann wieder eine Zentralisierte Lösung, bei der dann auch noch ein Unternehemen aus den USA dahinter steht.
Für mich war das erstmal verlockend, aber dann hatte ich mich doch gleich wieder von dem Gedanken verabschiedet. Ich möchte nicht, dass Menschen die bei mir einen Kommentar abgeben möchten, sich u.U. erst mal Gedanken darüber machen müssen - also Stichwort Datenschutz.
Es gibt noch eine Reihe weiterer Dienstleister, aber für mich war klar, es muss eine Lösung her, die ich selber Hosten kann. Am Ende hatten sich dann drei Sinnvolle Optionen herauskristallisiert.
Die erste Option…
…war Isso. Das ist total simple und ich hatte das relativ schnell am laufen. Besonders nice finde ich die Ausage vom Entwickler
SQLite Backend Because comments are not Big Data.
Mein erster Blick auf das Github Reposistory hatte bei mir den Anschein erweckt, dass das Projekt eingeschlafen/verweist ist. Als ich nun nochmal darauf geschaut hatte, ist mir allerdings doch noch aktivität aufgefallen. Was mich dazu veranlasst doch nochmal darüber nachzudenken, Isso zu verwenden. Dies war nämlich mein Favorit, aber ich versuche es wo es geht zu vermeiden, Software zu verwenden welche nicht mehr gewartet wird - besonders bei Webanwendungen.
Die zweite Option…
…war Pure Comments. Das ist noch ein relativ junges Projekt und sieht auf den ersten Blick relativ einfach aus, allerdings hatte ich Schwierigkeiten, eine Instanz für mehrere Websites zu verwenden. Möglich, dass ich es mir nicht genau genug angeschaut hatte, aber das hab ich aus diesem Grund dann doch zügig wieder beiseite gelegt.
Die dritte Option…
…war Remark42. Das ist zum einen sehr leichtgewichtig und zum anderen aber auch sehr mächtig. Und leider auch etwas spärlich Dokumentiert. Ich hab einiges ausprobiert musste mir aber vieles durch ausprobieren erarbeiten. Für war das letztes Wochenende noch die beste Option und deshalb läuft die Kommentarfunktion auf diesem Blog und bei meinem Fotoblog. Aber wie schon oben erwähnt, werde ich mir Isso doch nochmal bei Gelegenheit anschauen.
Was ist mit ActivityPub?
Also das Protokoll, welches vom Fediverse verwendet wird. Bei Wordpress hatte ich den Komfort, einfach ein Plugin zu installieren und schon war es möglich mit einem Dienst wie Mastodon, diesem zu Folgen. Joa des geht auch im Zusammenspiel mit Hugo. Hierfür hatte ich schon ein paar Anleitungen gefunden, allerdings kostet mich soetwas viel Zeit. Zeit die ich am Stück brauche und nicht immer mal wieder nach Feierabend machen kann. Das funktionerit mit meinem Hirn nicht ^^
Deshalb habe ich mir fürs erste eine Alternative überlegt - und zwar eine eigene GoToSocial Instanz. Diese hat (bisher) einen User und der wird einen Post ins Fediverse absetzten, wenn ich hier einen neuen Beitrag poste. Zu finden ist das hier https://social.mike-whiskey.de/@michael
Und nun aus dem Quark kommen
Ja, der eigentliche Umzug war schnell erledigt. Es gibt aber noch so viel, was ich für diesen und den Fotoblog machen muss, möchte, was auch immer 😬 nur so langsam sollte ich aus dem Quark kommen. Hier blockiert mein Hirn dann schnell und möchte erst mal alles “perfekt” machen, bevor es weiter geht. Dabei habe ich schon in der Vergangenheit gelernt, dass es viel länger dauert, wenn ich versuche alles auf einmal so hinbiege, dass es für mich zufriedenstellend ist.
Lange Rede kurzer Sinn. Es ist noch nicht alles fertig und das wird Stück Stück sich noch anpassen. Nun bin ich aber erst mal zufrieden und habe hiermit nun meinen ersten neuen Post den ich mit Hugo erstellt habe fertig 😌